Dienstag, 21. Dezember 2010Ehrgeizige Pläne für die Ferien
Ab kommender Woche habe ich zwei Wochen Weihnachtsferien. Ich kann es kaum noch erwarten, denn mein Studium hat mich in der vergangenen Zeit ziemlich an meine Grenzen gebracht. Es wird mir gut tun, endlich einmal wieder einige Tage auszuspannen. Ganz ohne zu lernen werde ich die Tage zwar nicht verbringen können, aber immerhin kann ich mir die Dosis so einteilen, dass ich dazwischen jede Menge Freizeit habe.
Ich will mich erholen. Viele meiner Kommilitonen haben ehrgeizigere Ziele für unsere Ferien. Eine Mitstudentin interessiert sie zum Beispiel für Fotografie. Sie wird über Weihnachten einen Online Fotokurs absolvieren, um ihr Wissen aufzufrischen. Ein anderer Kommilitone macht sogar ein Kurzpraktikum bei einem Radiosender, weil er sich weiterbilden will. Und wieder ein anderer hat sich vorgenommen, eine Reise nach Alaska zu machen und darüber eine Reportage zu schreiben. Ich bekomme ein richtig schlechtes Gewissen, wenn ich mitbekomme, dass sich alle anderen um ihre Zukunft kümmern. Nur ich denke an die Gegenwart, in der ich eine Pause brauche. Auf der anderen Seite kann ich dadurch vielleicht ausreichend Kraft tanken, um mich danach wieder mit vollem Elan auf meine Zukunft zu konzentrieren, während die anderen erschöpft sind. Überhaupt bin ich der Meinung, dass es zwar wichtig ist, jetzt schon für seine Zukunft vorzusorgen, man aber nicht vergessen darf zu leben. Schließlich weiß man nie, wie es einem in zehn Jahren gehen wird. Vielleicht bin ich dann krank. Vielleicht habe ich Kinder, um die ich mich kümmern muss. Auf jeden Fall will ich dann nicht das Gefühl haben, dass ich nicht richtig gelebt und mich ausgetobt habe, als ich es noch konnte. Trackbacks
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