Montag, 20. Dezember 2010Ich wollte nicht, dass es so weit kommt
Jeder kennt doch bestimmt das Gefühl, das einem sprichwörtlich alles etwas aus den Rudern gelaufen ist, und genau das ist im Moment bei mir der Fall. Alles begann vor zwei Jahren, als ich mich von meinem damaligen Mann scheiden ließ, weil er mich belogen und betrogen hat. In dieser Ehe sind zwei wunderbare Kinder entstanden, und ich hatte eigentlich nie vor gehabt, ihnen den Vater vorzuenthalten. Nun jedoch bleibt mir einfach nichts anderes übrig, denn mein Exmann kümmert sich in keinster Weise um die beiden. Im Gegenteil er verweigert mir wichtige Unterschriften, die ich zum Beispiel für wichtige Arztuntersuchungen, oder andere Behörden von ihm bräuchte. Weil ich auf dieses Theater wirklich keine Lust mehr habe, suchte ich mir bereits einen Fachanwalt für Familienrecht, denn meine Freundin hat gesagt, dass der mir in dieser Angelegenheit weiter helfen kann. Einen Termin hatte ich schon bei ihm, und als ich ihm mein Problem schilderte, riet er mir, dass ich mir das alleinige Sorgerecht für meine Kinder einklagen soll. Im ersten Moment war ich etwas geschockt, weil ich eigentlich nie vorhatte, den Kindern ihren Vater zu nehmen, doch ich habe ja keine andere Wahl. Schließlich kann ich mich nicht auf meinen Exmann verlassen, denn wenn er mit mir zusammenarbeiten würde, was die Erziehung unserer beiden Kinder betrifft, würde ich nie diesen Schritt gehen. Mein Rechtsanwalt für Familienrecht meinte auch zu mir, dass dies die einfachste, und effektivste Lösung wäre, damit ich in Zukunft ruhiger leben, und alle Entscheidungen selbst bestimmen kann. Ich ziehe das auch jetzt durch, aber dennoch mach es mich traurig, dass es nicht anders gelaufen ist, und das es so weit kommen musste. Das wollte ich so nicht.
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